{"id":183,"date":"2008-08-25T17:07:09","date_gmt":"2008-08-25T15:07:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.e-business-unternehmensberatung.com\/blog\/?p=183"},"modified":"2008-08-25T17:07:09","modified_gmt":"2008-08-25T15:07:09","slug":"der-ungewollte-teilhaber-von-google-die-klickmafia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.e-business-unternehmensberatung.com\/blog\/der-ungewollte-teilhaber-von-google-die-klickmafia\/","title":{"rendered":"Der ungewollte Teilhaber von Google: Die Klickmafia"},"content":{"rendered":"<p>Adwords hat die Werbung revolutioniert. Und Google verdient sehr viel Geld mit diesem Angebot. Die Idee ist so gut wie einfach. Und hier liegt auch das Problem. Webseitenbetreiber verdienen durch das schalten von Adwords Anzeigen auf ihren Seiten an jedem Klick mit. Und Google vergr\u00f6\u00dfert durch das Contentnetzwerk enorm seine Reichweite und wird damit f\u00fcr die Werbekundschaft noch attraktiver.<\/p>\n<p>Das ganze hat nur einen gro\u00dfen Nachteil: Die Abrechnung pro Klick erm\u00f6glicht theoretisch jedem, die Klicks zu manipulieren. So sollen nach <a href=\"http:\/\/www.mediapost.com\/publications\/index.cfm?fuseaction=Articles.san&amp;s=76700&amp;Nid=39452&amp;p=405859\" target=\"_blank\">Click Forensics<\/a> die so genannten Klickbetrugsraten bei mindestens 16,6 Prozent bei &#8222;normaler Internetwerbung&#8220; liegen. Bei Adwords sollen sogar 28,3 % der Klicks nicht von echten Kunden stammen.<\/p>\n<p>Google und die anderen Suchmaschinenanbieter geben sich zwar <a href=\"http:\/\/googiewoogie.blogspot.com\/2007\/09\/lot-of-google-adsense-publishers-are.html\" target=\"_blank\">M\u00fche<\/a> dieses Problem in den Griff zu bekommen, aber es sollen mittlerweile ganze D\u00f6rfer in Indien und anderen Teilen der Welt von Webseitenbetreibern daf\u00fcr bezahlt werden, das sie die Werbebanner und Adwords Anzeigen der Publisher anklicken. So lange die Kosten pro Klick billiger sind als die Einnahmen, wird sich dieses Gesch\u00e4ft auch mit kleinsten Margen in der Masse der Klicks noch lohnen. Da Google, Yahoo und Co. ja selbst an diesen Klicks sehr viel Geld verdienen bleibt die Frage, wie stark die Bem\u00fchungen der Unternehmen sind, den Schaden der Werbekunden zu minimieren und welche technischen M\u00f6glichkeiten \u00fcberhaupt existieren k\u00f6nnten, die einen echten Werbeklick eines Interessenten aus Indien von einem gekauften unterscheiden kann.<\/p>\n<p>Sollte das Problem weiter wachsen und somit die ganze Werbeform f\u00fcr den Werbekunden uninteressanter werden, gibt es mittelfristig nur zwei nachhaltig wirksame L\u00f6sungen. Die Kosten pro Klick (und damit der Anteil der Klickmafia) werden g\u00fcnstiger, was aber die Einnahmen der Suchmaschinen betr\u00e4chlich schm\u00e4lern w\u00fcrde oder: Das aus Partnerprogrammen (Affiliate Marketing) bekannte pay per sale, wo der Werbekunde nur eine Provision an den Publisher zahlt, wenn auch tats\u00e4chlich ein Verkauf erfolgt ist. Dumm daran ist nur, das es auch viele spannende Angebote im Internet gibt, die selbst nichts verkaufen sondern als Contentangebote Informationen zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Wie sollten dann diese Anbieter, die mit Adsense zu vertretbaren Kosten auf sich aufmerksam gemacht haben, f\u00fcr sich werben?<\/p>\n<p>Neben der Selbstbereicherung von Webseitenbetreibern k\u00f6nnte die Klickabrechnung nach dem selben Muster auch daf\u00fcr Missbraucht werden, unliebsame Wettbewerber finanziell erheblich zu sch\u00e4digen. Theoretisch k\u00f6nnte man genauso ein ganzes Dorf t\u00e4glich auf Adwords Anzeigen bei Google von einem Wettbewerber klicken lassen. Der unliebsame Wettbewerber w\u00fcrde das nicht lange durchhalten und sp\u00e4testens bei der n\u00e4chsten Abrechnung und den daraus in Relation tats\u00e4chlich erzielten Verk\u00e4ufen von selbst die Notbremse ziehen.<\/p>\n<p>Der dauerhafte Ausschluss eines Publishers bei Google als Strafe w\u00e4re hier wirkunslos, da er ja gar kein Publisher sein muss um so zu sch\u00e4digen. Auch strafrechtlich bleibt die Frage, in wie weit hier ein sch\u00e4digendes Verhalten nachgewiesen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist die Honorierung von Klicks ein probates Mittel um zu vertretbaren Kosten und zielgerichtet Besucher auf die eigene Webseite zu bringen. Wenn aber keine einwandfrei funktionierenden Methoden gefunden werden k\u00f6nnen, Klickbetrug zu erkennen und ggf. wirkunsvoll zu sanktionieren bleibt nur zu hoffen, das sich die Werbung auch mit einem hohen Prozentsatz an Klickbetrug f\u00fcr den Werbetreibenden lohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adwords hat die Werbung revolutioniert. Und Google verdient sehr viel Geld mit diesem Angebot. Die Idee ist so gut wie einfach. Und hier liegt auch das Problem. Webseitenbetreiber verdienen durch das schalten von Adwords Anzeigen auf ihren Seiten an jedem Klick mit. 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