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Kostenlos Werbung schalten auf 99 % aller Webseiten? Das TrustWizz Versprechen…

by Webberater ~ Januar 11th, 2013

Das Rad wurde neu erfunden. Sie können nämlich auf 99 % aller Webseiten kostenlos Werbung schalten und innerhalb kürzester Zeit einen Besuchersturm auf ihrer eigenen Webseite entfachen. So zumindest lautet die Werbeaussage des neuen Angebotes TrustWizz. Wie die meisten Marketingangebote im Internet, die unglaublichen Erfolg innerhalb von Wochen versprechen, entpuppt sich auch dieses Angebot bei näherem hinsehen als Luftblase. Die Idee hinter dem Angebot ist recht einfach.

Sie verlinken mit einem entsprechend von TrustWizz im Rahmen der von Ihnen dort online erstellen Kampagne mit einem speziellen Link auf irgendeine große und bekannte Internetseite, also eine so genannte Reputationsseite, die ebenfalls Angebote zu dem Thema offeriert die Sie verkaufen wollen. Deshalb ist diese Internetseite mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Wettbewerber. Allerdings vertrauen die Menschen eben Namen wie Amazon, Otto, Zalando und Co. mehr als einer völlig unbekannten Seite (z.B. ihrer eigenen Seite) und folgen einem Link entsprechend eher. Nachdem Sie also einen TrustWizz Link z.B. in einem Blogkommentar, in einem sozialen Netzwerk oder eben irgendeiner anderen frequentierten Internetseite hinterlassen haben und jemand diesen Link auf Amazon etc. nutzt, wird z.B. bei verlassen dieser Internetseite ein Popup Banner automatisch mit ihrer Werbung und einem Link auf ihre Internetseite eingeblendet. Dies ist eben über den TrustWizz Link möglich, da dieses Angebot ähnlich einem Browser funktioniert der Webseiten anzeigt. Ihr Banner ist quasi eine kleine Webseite die automatisch bei verlassen oder nach einem vorher bestimmten Zeitpunkt eingeblendet wird.

Wer bietet kostenlose Werbung ohne Gegenleistung an?

Die Anbieter von TrustWizz erklären das dies auch rechtlich einwandfrei und ohne negative Folgen (z.B. Abmahnungen) funktioniert. Ob dies abschließend so ist sollte jeder selbst prüfen, da man zumindest davon ausgehen darf das große Reputationsseiten es nicht besonders gut finden werden wenn Besuchern ihrer Seiten Wettbewerbsangebote als Popup Banner angezeigt werden. Der Anbieter selbst hat seinen Sitz laut Impressum im US Bundesstaat Delaware. (Aktuell also mit Datum 10.2.14 ist der Firmensitz jetzt laut Impressum auf den Seychellen. Der Anbieter ist die Happy Apps Ltd.) Der Erklärungstext hinsichtlich des Firmensitzes der als „offenes Wort über den Firmensitz“ im Impressum der Webseite zu finden ist spricht meines Erachtens Bände hinsichtlich der Seriosität des Angebotes. Das dies für TrustWizz einen rechtlichen Schutz bedeuten kann ist möglich. Aber wie sieht es für die deutschen Nutzer aus? Angenommen Sie bekommen als Nutzer ggf. selbst Ärger, dann können Sie sich ja an das Unternehmen in Delaware / Seychellen wenden, denn mit denen haben Sie dann ja einen Vertrag. Aber vielleicht ist die US / Seychellen Adresse auch dem Umstand geschuldet das diese Art des Angebotes in Amerika ohne monatliche Gebühr zu einem Einmalpreis angeboten wird. Für die Nutzung dieses Angebotes verlangt TrustWizz einen Monatsbeitrag der ab € 12,50 als Einstiegsangebot gilt. Mehr Möglichkeiten werden über einen höheren Preis angeboten.

 

kostenlos werbenDie Idee ein Geschäftsmodell zu nutzen das darauf basiert die Reputation und die Besucherströme anderer Webseiten zu nutzen ist völlig in Ordnung da dies schlicht Werbung auf einer anderen Webseite ist. Nur bekommen die Reputationsseiten und auch die verlinkenden Webseiten wie z.B. Blogs etc. in dem TrustWizz Geschäftsmodell dafür kein Geld. TrustWizz argumentiert das große Reputationsseiten davon einen Nutzen haben, da diese ja entsprechend kostenlos verlinkt werden und demnach neue Besucher bekommen die Sie sonst ggf. nicht hätten. Auch dies ist prinzipiell richtig. Allerdings bleibt es eben abzuwarten ob Verlinkungen, die primär der Eigenwerbung, also der Bewerbung von Wettbewerbsangeboten aus Sicht der Verlinkten dienen, positiv gesehen werden.

Kann TrustWizz ohne besonderen Aufwand Besucherströme entfachen?

Was ich allerdings für Bauernfängerei halte ist die Tatsache, das der Nutzer des TrustWizz Angebotes zunächst einmal selbst für die Verlinkung auf anderen Internetseiten sorgen muß. Wenn man also nicht eh schon eine große Mail Adressliste oder entsprechend enorme Mengen an Kontakten z.B. in Sozialen Netzwerken hat wird dies zu einer Sisyphusarbeit die kaum zu leisten ist. Es setzt nämlich voraus, das man auf hochfrequentierten Webseiten ohne weiteres z.B. Kommentarverlinkungen oder sonstige Inhalte kostenlos posten kann. Ebenso setzt es voraus das in diesen Inhalten sehr viele Besucher unterwegs sind und davon ein entsprechend guter Teil auf den Link klickt, der ja ebenfalls zunächst zu einem starken Anbieter im Markt also einer Reputationsseite führt. Und erst im Nachgang wird vorausgesetzt, das dann noch einmal auf das Banner geklickt wird das am Ende zu der Webseite des TrustWizz Kunden oder zu einem Affiliateangebot führt. Es wird aber der Eindruck erweckt, man könne mit ganz wenig Arbeit und innerhalb von kürzester Zeit ganze Besucherströme auf seine Angebote lenken.

Jeder der einmal eine erfolgreiche Webseite gemacht hat weiß, das die Zahl der Besucher aus Kommentarverlinkungen oft eher überschaubar bleibt und oft nur kurzfristig ist. Dies liegt zum Teil daran, das die Betreiber von Webseiten nicht jeden Kommentar freischalten (insbesondere nicht wenn es um offensichtliche Werbelinks geht) und zweitens der Besucher dieser Seite zunächst den Seiteninhalt selbst zur Kenntnis nimmt. Wenn dieser dann interessant ist werden auch gerne Kommentare gelesen. Sollten allerdings sehr viele Kommentare kommen (was bei interessanten Seiten in den meisten Fällen überhaupt erst passiert ) wird der Kommentar mit dem TrustWizz Link sehr schnell ggf. auf die hinteren Seiten verschoben, wenn der Blogbetreiber immer die neuesten Kommentare zuerst zeigt, was die meisten Bloganbieter so machen um eben Aktualität für Menschen und Suchmaschinen zu gewährleisten. Unter all diesen Voraussetzungen kann ich nur jedem TrustWizz Kunden alles Gute wünschen, denn er muß hunderte wahrscheinlich sogar tausende von Blogeinträgen oder Webseiten mit Verlinkungen ausstatten um auch nur ansatzweise zu dem versprochenen Ergebnis zu kommen. Und diese Beiträge hätten dann auch nur eine sehr überschaubare Halbwertzeit sprich Auffindbarkeit. Und im Umkehrschluss…. Wenn ich schon eine große Mail Adressliste mit interessierten Kunden habe oder alternativ eine riesige Fangemeinde bei Facebook und Co. ….wozu brauche ich dann noch TrustWizz?

Was werden Webseitenbetreiber zu kostenloser Werbung auf ihrer Webseite sagen?

Abgesehen davon würde ich als Betreiber einer sehr erfolgreichen und Besucher starken Webseite alle TrustWizz Verlinkungen in Kommentaren z.B. meiner Blogbeiträge gar nicht erst freischalten, da ich diese schnell als Spam einstufen würde. Denn besonders wenn TrustWizz trotz der offensichtlichen Nachteile Erfolg haben würde, wäre die Konsequenz das immer mehr Leute „Kommentarspam“ verbreiten was leider eh schon viel zu viel passiert. Nicht umsonst gibt es z.B. bei WordPress Plugins die Kommentarspam sofort verhindern. Und wenn TrustWizz Links von diesen Plugins schon als Standardspam eingestuft würden braucht sich ein Webseitenbetreiber auch damit nicht mehr rumärgern. Man kann aber bestimmte Inhalte auch individuell in diesen Spamblockern hinterlegen so das ein Webseitenbetreiber in jedem Fall keine Arbeit mehr damit hat. Und dann stellen Sie sich mal die Frage wie viele Seitenbetreiber Lust haben das mit ihrer Webseite machen zu lassen.

Oder hätten Sie Lust in Kommentaren regelmäßig Verlinkungen auf bekannte Portale zu folgen die Sie mit einem Popup Banner verabschieden der auch nicht durch Popup Blocker unterdrückt werden kann? Was noch zu klären wäre ist die Frage, ob der Seitenbetreiber der einen Link auf eine andere Seite zulässt, der offensichtlich nur dazu gedacht ist von der teuer aufgebauten Reputation der verlinkten Seite zu profitieren und womöglich direkte Konkurrenzwerbung einblendet nicht auch Ärger mit Rechtsanwälten und Richtern bekommen könnte, auch wenn er diesen Link vielleicht gar nicht selbst eingestellt hat sondern ein Besucher per Kommentar.

Grundsätzlich finde ich jede Idee die dazu beiträgt Werbung und Marketing zu einem bezahlbaren Preis zu ermöglichen gut. Aber ich sehe ein Konzept das darauf basiert ohne Gegenleistung und Zustimmung der verlinkenden oder verlinkten Webseiten (einige würden vielleicht sogar parasitäres Verhalten unterstellen) Kunden abzugreifen als wenig geeignet an seriös auf sich aufmerksam zu machen.


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13 Kommentare zu Kostenlos Werbung schalten auf 99 % aller Webseiten? Das TrustWizz Versprechen…

  1. Charly Baumer

    Wieso ohne Gegeleistung? Der den Link aufruft befindet sich doch auf der Orignalseite holt dort seine Info oder auch nicht, Dieser Artikel scheint mir wenig recherchiert und auch nicht sonderlich objektiv.

    Gruss Baumer

  2. Cornelia

    Hallo,

    ich habe erst heute das TrustWizz-Angebot kennen gelernt und bin schon ein wenig Misstrauisch, dass alles soooooooo einfach sein soll.

    Den obigen Hinweis auf Kommentar-Spam kann ich nicht nachvollziehen – es sei denn, ich hätte die Erläuterungen zur Funktion beim Anbieter selbst missverstanden. Soweit ich sehen konnte, trägt man bei TrustWizz den Link des Artikels ein, auf den man verweisen will.

    Ich frage mich allerdings, inwieweit die Sache moralisch und rechtlich sauber ist. Das ist mir nicht ganz klar. Immerhin benutze ich fremde geistige Leistungen, um (quasi schmarotzend) für mich zu werben. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten Seitenbetreiber, die ich nutzen könnte, nicht damit einverstanden sind, benutzt zu werden. Wie lange wird es dauern, bis sie versuchen, gegen mich als TrustWizz-Nutzer rechtlich vorzugehen? Weiss jemand wie das Vorgehen rechtlich zu würdigen wäre?

    Grüße
    Cornelia

  3. Ron

    Wieso wird mit „0,0“-Euro Werbungskosten geworben? Trustwizz ist kostenpflichtig, die Kosten muss ich ebenfalls umlegen!

  4. PR-Del

    Hallo,

    mit Popup Bannern sollte man nicht werben. Das nervt den Kunden und führt damit ganz klar zu einer negativen PR.

    Auch so was kann wirken – leider eher nicht in die richtige Richtung.

    Das gesamte Angebot klingt sehr dürftig und erscheint wenig hilfreich bei der Online-PR. Da sollte man sich lieber eine gute PR Agentur suchen und gemeinsam ein richtiges Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit erstellen.

    TrustWizz geht hier eher in Richtung „Trust Witz“ und zeigt wie Public Relation nicht gemacht werden sollte.

    Danke für den Tipp und weiterhin viel Erfolg.

  5. Jonas

    Ich bin trotz der sehr guter Selbstbeschreibung recht misstrauisch!

  6. Dr. Mike Gromberg

    Gestern habe ich über ein Webinar des Herrn Norbert Kloiber http://www.norbert-kloiber.at Trust Wizz angepriesen bekommen, nach wenigen Minuten stellte sich bereits instinktives Misstrauen ein. Selbstverständlich ist das ganze Thema mit Kosten verbunden und NICHT umsonst, daher gilt es unbedingt, einen intensiven Vergleich mit erfolgreich tätgigen Online Marketing Leuten zu tätigen.

    Ich würde gerne mal mit einigen Unternehmern sprechen, die dieses Tool in Deutschland erfolgreich und ohne Abmahnungswelle (berechtigt oder unberechtigt) nutzen.

  7. Lemke

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Nichts ist kostenfrei!

    Hab nach 20 Minuten das Seminar verlassen.

  8. Phillip Brocksel

    Mein Unternehmen hat TrustWizz selbst getestet und wir müssen sagen, dass die Resonanz äußerst gering ist. Der Kosten/Nutzen Faktor ist nicht gerade gut, jedoch muss ich TrustWizz zugute halten, dass es kleinen Unternehmen die Möglichkeit bietet die eigene Adressliste aufzustocken und dies auf eine einfache Art und Weise. Sicher rechtfertigt der Aufwand nicht das Abonnement , aber für Unternehmen die gerade erst ins Onlinemarketing starten stellt TrustWizz eine gute Einstiegsivestition dar.

    Zu Norbert Kloiber:

    Er versucht es wirklich immer wieder mit solchen Tools…bei Ihm sollte man generell vorsichtig sein, da die meisten „seiner“ Tools Banns und Beschwerden nach sich ziehen. (Statusmelder für Facebook etc.) Nicht ohne Grund ist er schon etliche Male aus verschiedenen sozialen Netzwerken geflogen.

  9. Erwin Stipsits

    Ich habe TrustWizz auch 1 Jahr lang selbst benutzt. Der Erfolg hängt stark vom Thema und den Zielseiten ab.

    Wenn man auf einen Artikel mit Bademoden verlinkt, und die Werbung im Popup handelt von Schneeschaufeln (krasses Beispiel jetzt), dann funktioniert auch die Conversion kaum…

    Ich habe jedoch auch eine Alternative zu TrustWizz gefunden. Keine monatlichen Zahlungen und macht auch fast das Selbe. Ist ein WordPress Plug-In.

    Wenn Ihr mal „reinschauen“ wollt, dann könnt Ihr hier mein Video sehen:
    http://www.erwin-stipsits.com/werbung-schalten

  10. Markus

    Das ganze Thema „Trustwizz“ ist alles andere als das, was es verspricht. Sorry Leute – aufwachen >>> „Trustwizz basiert auf der simplen Iframe-Technologie. Dies bedeutet, dass Autoritätsseiten mittels Iframe in die Domain weiter-lesen.net eingebunden werden. Anstelle direkt auf die Autoritätsseite zu verlinken, wird der Verweis über eine Weiterleitungs-URL hergestellt, die auf die entsprechende weiter-lesen.net-Unterseite verlinkt, in welcher die Autoritätsseite eingebunden ist. Der unbedarfte Benutzer, der auf diesen Link klickt, wird in der Regel fälschlicherweise der Ansicht sein, sich direkt auf der Autoritätsseite zu befinden.“ …..das Ganze ist also für den Allerwertesten. Wer dafür Geld bezahlt, sollte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen….Gruß Markus

  11. Homepage-Howto

    Interessant! Toller Beitrag. Webseiten und SEO sind heutzutage nicht mehr wegzudenken.

  12. der Wolf

    Danke für den wichtigen Artikel. Die Verarsche nimt bei dieser Art von produkten leider kein Ende… Habe auch auf meiner Webseit ezu dem Thema schon mal was geschrieben.. Finger weg von Trust Wizz!

  13. WIMCON

    Bei genauer Betrachtung stellt man fest, dass weder TrustWizz noch z. B. Cliksit, bzw. deren Kunden, auf Seiten mit hoher Reputation ohne Einverständnis der Seitenbetreiber selbst werben, was rechtlich definitiv bedenklich wäre. Der Post eines Artikels von einer Site mit hoher Reputation wird lediglich verlinkt (Das ist übrigens die Grundsubstanz im Netz, denn darauf baut alles auf.) und erscheint wie Markus hier sehr richtig gepostet hat im Frame auf eigenen Seiten der Werbeanbieter. Nur dort hat der Kunde dann die Gelegenheit, seine Werbung zu platzieren. Über die Werbeform lässt sich natürlich streiten. Solange jedoch vor allem die großen Reputationsseiten es für sich selbst in Anspruch nehmen, Verbraucher mit mehr als aufdringlicher Werbung geradezu dicht zu schütten und bis zum Abwinken zu tracken, sollte die Aufregung hier eher den heute gängigen Marketingkonzepten von Amazon, Zalando, Croupon und Co gehen, als diesen Randerscheinungen von Werbemöglichkeiten, die uns da eher nur marginal über den Weg laufen. Es ist sicher grundsätzlich an der Zeit über eine neue Ethik im Marketing zu diskutieren, und den Menschen und seine wahren Bedürfnisse wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Werbekampagnen, die das in den Focus stellen, haben nach einer Phase völliger Übersättigung, sicher eher eine Zukunft, in der Werbebotschaften mit echtem Mehrwert auch wieder Akzeptanz erfahren. Solange Müll immer noch konsumiert wird, wird er auch weiter in der Werbung erscheinen. Darüber sollte jeder für sich nachdenken. Was nichts einbringt, verschwindet automatisch, alles andere bleibt.

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